Magdeburger Literaturwochen

Magdeburg, die Otto-Stadt, verfügt über weit zurückreichende literarische Traditionen – Schon im 13. Jahrhundert machte die Begine Mechthild von Magdeburg mit ihrem Buch „Das fließende Licht der Gottheit“ von sich reden, Wilhelm Raabe absolvierte hier seine Buchhändlerlehre und der 1878 in Magdeburg geborene Georg Kaiser wurde zu einem der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts.

Literarisches Leben ist aber auch heute noch allgegenwärtig – es sind nicht allein die Autor*innen des Fördervereins der Schriftsteller und des Verbandes deutscher Schriftsteller, die mit ihren Büchern und literarischen Aktionen das Leben in der Stadt bereichern – es sind auch die zahlreichen Literaturfreund*innen, die sich in literarischen Gesellschaften und Werkstätten gerade im Magdeburger Literaturhaus engagieren, die dazu beitragen, auch wenn sich das Leseverhalten mit all seinen neuen Kommunikationsformen verändert hat / verändern wird.

Die Magdeburger Literaturwochen werden seit 2005 vom Literaturhaus Magdeburg e.V. in enger Kooperation mit dem Kulturbüro gemeinsam mit seinen Partner*innen, dem Land Sachsen-Anhalt, der Stadtsparkasse Magdeburg und den Städtischen Werken Magdeburg GmbH&Co.KG ausgerichtet und sie geben einen Einblick in die Literatur Heute und Jetzt – die Literatur aus Magdeburg und darüber hinaus.

Es ist dem Literaturhaus Magdeburg e.V. dabei stets gelungen zu ganz unterschiedlichen Themen regionale und überregionale Literaten zu befragen und Neuerscheinungen des Buchmarktes aufzunehmen und den Magdeburger Literaturfreund*innen und Gästen näher zu bringen: War es 2017 die Kinder- und Jugendliteratur unter dem Motto „Lesen – ein Leben lang“, 2018 „Das Böse in der Literatur“ , 2019 die „Paare! Beziehungswaisen?“ so dürfen sich die Magdeburger und ihre Gäste in diesem Jahr auf „Verwurzelungen“ freuen –

in einer/unserer Stadt, wie es die Chansons Magdeburger Komponisten vorgestellt von T&T Wollner zeigen oder die Sonntagsmatinee mit Annett und Nadja Gröschner,

in der Familie, wie es die Ausstellung „Hans Fallada – Familienbilder“ des Hans-Fallada-Museums in Carwitz zeigt,

in einer MundArt, einem Dialekt, wie es die Schriftsteller*innen des Fördervereins, die aus den unterschiedlichsten Gebieten der Bundesrepublik nach Magdeburg kamen und blieben, vorstellen,

in einem fernen Land, wie Pierre Jarawan, der 1988 mit seinen Eltern aus dem Libanon nach Deutschland kam und bereits  2012 Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam 2012 wurde, oder aber auch
Entwurzelungen, wie Waltraut Zachhuber in ihrem Vortrag zu jüdischen Familien in Magdeburg und Buckau zeigen wird.