LESEN GEGEN DAS VERGESSEN

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Am 10. Mai 1933 fanden in zahlreichen deutschen Universitätsstädten Bücherverbrennungen statt. Nazis trugen tausende Bücher aus öffentlichen und privaten Bibliotheken zusammen und verbrannten sie auf öffentlichen Plätzen. Es waren Werke bekannter Autoren wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Heinrich Mann, darunter auch viele jüdische Schriftsteller. Insgesamt waren Bücher von mehr als 300 Philosophen, Wissenschaftlern, Lyrikern, Romanciers und politischen Autoren betroffen.

Dieses Jahr jährte sich die Bücherverbrennung bereits zum 90. Mal. Anlass genug, um auch hier in Magdeburg an dieses Ereignis zu erinnern. Gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt, der Erik-Neutsch-Stiftung, dem Verein Miteinander e.V. und dem Förderverein der Schriftsteller e.V. luden wir gestern zu einer Lesung vor dem Hundertwasserhaus ein. Mit dabei waren Autor:innen des Fördervereins, die Kabarettisten Hans-Günther Pölitz und Lars Johansen, aber auch Eva von Angern oder Pascal Begrich. Alle lasen Texte von Autor:innen vor, deren Werke 1933 verbrannt wurden oder aber eigene Texte, die sich mit dem Ereignis von vor 90 Jahren auseinandersetzen.

Wir hoffen, dass wir uns auch im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder treffen, um diesem Ereignis auch in Zukunft in angemessener Weise zu gedenken.

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