Archiv / Nachlässe

Im Archiv des Literaturhauses werden derzeit 18 Nachlässe (überwiegend Teilnachlässe) aufbewahrt und gepflegt, mit dem Ziel das literarische Erbe von Magdeburg und der Region zu dokumentieren und zu erhalten. Die Entwicklung des Literaturhauses aus der Gedenkstätte „Erich Weinert“ zu einem Treff von Autor*innen, literarischen Vereinen und Schreibwerkstätten spiegelt sich unter anderem in der Erwerbsgeschichte der Nachlässe und Sammlungen im Haus wider. Ein Schwerpunkt bildet daher die Pflege des Erich-Weinert-Archivs, aber darüber hinaus auch die Erweiterung des Archivs zum Dramatiker Georg Kaiser, zur Sudenburger Schriftstellerin Nomi Rubel oder zum Buckauer Autor Oskar Schönberg.

Bei den Nachlässen handelt es sich um sog. Teil- oder auch Splitternachlässe, sofern nicht anders vermerkt.

Erfasst und gesammelt werden des Weiteren vor allem Materialien zu Autoren, die in Magdeburg oder der Region geboren wurden, dort längere Zeit wirkten bzw. noch immer schriftstellerisch aktiv sind.

Erich-Weinert-Archiv

Das Literaturhaus Magdeburg in der Thiemstraße 7 ist das Geburtshaus Erich Weinerts und legt als Mietshaus aus dem 19. Jahrhundert noch immer Zeugnis ab über die Wohnsituation in dieser Zeit. Das Archiv enthält Sachzeugnisse, Briefe, Zeichnungen, Fotografien und Dokumente zu Leben und Werk des Autors, die ab 1961 zusammengetragen wurden. Des Weiteren befinden sich im Literaturhaus Gemälde und Grafiken von seiner Hand, Flugblatt-Sammlungen aus dem 2. Weltkrieg sowie Dokumente zur Weinert-Rezeption in der DDR.

Besonders hervorzuheben ist das authentisch eingerichtete „Arbeitszimmer“ Erich Weinerts mit dem originalen Mobiliar, wie es zuletzt in Berlin gestanden hat, einschließlich dem historisch gewachsenen Buchbestand. Die Bibliothek umfasst ca. 1200 Bände belletristischer und gesellschaftspolitischer Literatur aus dem Nachlass Erich Weinerts bzw. seiner Frau Li und Tochter Marianne.